"Blasmusik von einem anderen Stern" (Süddeutsche Zeitung 28.11.03)
"virtuos, intensiv und witzig" (Hofer Anzeiger o5.12.03)
"Feuerwerk der Einfälle" (LT 29.11.03)
"Originalität, Spielwitz und technische Perfektion sind die Zutaten für eine
fesselnde Mischung, die von Free-Jazz bis Hip-Hop reicht... In ekstatischen Höhenflügen
zelebrieren die Instrumentalisten ihre geradezu besessene Spielfreude." (Darmstädter Echo o9.o3.´04)
"Ein musikalisches Gebräu, das bei OLAF TON mit skurrilem Humor und berstender Leidenschaft angereichert ist und
jeden Saal zu kochen brachte... Von diesen Freigeistern darf zu Recht noch Grosses erwartet werden." (Süddeutsche
Zeitung o9.o2.04)
"Nichts scheint Richard Koch (Trompete), Benjamin Weidekamp (Saxophon, Klarinette), Matthias Müller (Posaune),
Michael Haves (Bass) und Christian Marien (Schlagzeug) ausreichend heilig. Jede Musikform, die vor den Ohren der
Bandmitglieder Gnade findet, wird in das Gesamtkonzept integriert. Das Ergebnis ist unkonventionell, spannend,
stark in der Ausführung.
Archaischer Punk, Tango, Walzer und schweißtreibender Funk - Stilbarrieren scheinen für Olaf Ton einzig vorhanden
um überwunden zu werden. Das Risiko der Improvisation wird bei vollem Bewusstsein ausgelotet, befindet sich in
einem ständigen Erneuerungsprozess. Das junge Quintett liefert keine Neuinterpretationen bekannter Themen, sondern
begibt sich mit hinreißenden Solis, exzellentem Satzspiel und hypnotischen Rhythmen auf die Suche nach neuen
Klanghorizonten. Dabei spielen die Fünf für ihr Alter unglaublich selbstbewusst, nichts wirkt bei ihnen beiläufig.
Alles klingt unerbittlich direkt und ist bis zum Rand mit berstender Energie angereichert. Ausgetretene Klischees
sucht man in ihren stilistischen Klangkaskaden vergeblich.
Sie überzeugen eher mit Humor, erinnern in den besten Momenten ihres Konzerts an Willem Breuker und sein
melodramatisches Kollektiv. Musik wird bei Olaf Ton zu einer bedingungslosen Expedition ins Abenteuerreich der
Authentizität, zur leidenschaftlichen Suche nach einem Gegenentwurf zu den harmonischen Gefälligkeiten unserer
konsumorientierten Spaßgesellschaft". (jazzzeitung märz ´04)
"OLAF TON an irgendetwas festmachen zu wollen, kann nur schief gehen: Das Quintett reißt mit Erfolg sämtliche
Stilkategorien ein. Dass es dabei unbekümmert und vorbehaltlos vorgeht versteht sich von selbst. Jung und frech
lotet OLAF TON in seinen Eigenkompositionen und den launischen Improvisationen die Möglichkeiten aus. An Spielfreude
mangelt es dabei nicht." (Schwarzwälder Bote Nov.03)
"...eine Band,... , deren Konzept unerschrocken frisch ist und deren abgezockte Blasmusik ohne Umwege aufs Publikum
überspringt."(LVZ 11./12.10.03)
"Die Band Olaf Ton war die Entdeckung des ersten Abends im ehrwürdigen Opern-Haus. Die Bandmitglieder spielen zum
Teil bereits seit zehn Jahren miteinander. Und das war den expressiven jungen Wilden -Durchschnittsalter Mitte
zwanzig- anzumerken. Frech witzig und ohne Respekt bewegen sie sich zwischen osteuropäischanmutender Blasmusik und
experimentellen Ausbrüchen, ohne die Homogenität zu verlieren. Das vermögen nur virtuose Musiker. Sie haben es
verstanden, das Publikum im voll besetzten Opern-Parkett aufzumischen, ..." (jazzzeitung.de Nov.03)
"Ihre Eigenkompositionen, die meisten sind Werke des Saxophonisten Benjamin Weidekamp sowie des Bassisten Michael
Haves, erzählen kleine Geschichten und sind beeinflusst von den verschiedenen musikalischen Erfahrungen der Musiker.
In jedem Fall verraten sie solides Handwerk und unkonventionellen Umgang mit klassischen Jazzstrukturen. Schwungvoll
und groovend gingen die Improvisationen in Richtung Freejazz, behielten aber immer Klarheit und eine melodiöse
Linie, blieben verständlich und fanden sich in einer angeregten wie anregenden Kommunikation zusammen."
(Le-nightflight.de Okt.03)
"Mit erfrischender Unbekümmertheit und erstaunlicher Souveränität spielt die Berliner Band über alle Stilkategorien
hinweg. Das Quintett mit drei Bläsern, Kontrabass und Schlagzeug tummelt sich gern auf den Abenteuerspielplätzen
der Improvisation und spielt ausschließlich Eigenkompositionen."(bpb Aug.03)
"Die Berliner Band schafft mit markanten Themen Strukturen, offenbart Spielfreude, Vitalität wie auch einen
eigenwilligen Humor..." (Programmheft 27. int. jazzfest Leipzig)
"Ihr Durchschnittsalter liegt weit unter 30 Jahren. Das mag ein Grund sein, weshalb OLAF TON derart
heißblütig und passioniert zu Werke gehen. Diese jungen Berliner klingen einfach hungrig, ihre Neugierde
wirkt unbändig und vor allem: Authentisch.
Aber eine derartige Frische und wohltuende Spontaneität auch in den festgezurrten Kompositionsstrecken allein
ihrem Alter zuzuschreiben, ist nur ein Teil der Erklärung. Denn die fünf können gleichzeitig auf eine beachtliche
Lehr- und Spielpraxis verweisen, die ihnen die Umsetzung manch ausgeklügelter Idee erleichtert.
Mit drei Bläsern (Trompete, Saxophon/ Klarinette, Posaune) plus Bass und Schlagzeug toben sich OLAF TON in den
durchgehend eigenen Stücken lustvoll wie intelligent aus. Als wollten sie die "heilige Kuh" Jazz schlachten,
turnen sie Hacken schlagend durch die Musikgeschichte, klingen mal zappaesk, dann wie einen rumänische Hochzeitskapelle,
wechseln im Stück abrupt den Rhythmus, springen schwungvoll auf den dahinbrausenden Rock´n Roll Express, swingen
elegant und - begeistern letztendlich."
Jörg Konrad (Jazzpodium Jan. 04)
"Sie proben die Anarchie: OLAF TON, das etwas andere Jazz Quintett, begeisterte im Cave 61 Heilbronn."
(Heilbronner Stimme 10.o2.´04)
Titanic (05/04) zitiert in Briefe an die Leser! einen Artikel aus der Jazzthetik (03/04)
"Tag auch, Zeitschrift Jazzethik!
Schön, dass es dich gibt. Schön auch, dass du einen so schönen Namen hast. Und schöner und schönst, was Dein
Oliver Schwerdt so von den 27. Leipziger Jazztagen berichtet: "Olaf Ton bestehen darauf, eine Band zu sein.
Die Haloumipolizei rettet das Bikiniland, sagen sie, sind allesamt fünf und schnelle Latzwapper. Jugendliches
strömendes Blut. Berlin. Noch fertigen sie Skizzen, Abdampf, Bläsersätze in feinem Schräglicht. Freie Passagen
inspirierter Klanglichkeit, vorsichtiger Stille, manchmal schahla-haps. Endlich trauen sich Musiker wieder
spielend ins Saxofon, Saitenfasten schlagend, zu rüksen. Olaf Ton basteln an Zirkusschnäuzchen, erbauen
in kollektiver Kraft Wege, ersteigen, um in nächster Sekunde albern herumzueimern: die Säge! Am Bass: das
lachende Kind allein auf der Straße, der Wg fängt an zu poltern. Kringelnde Scheiben." Wie das wohl klingt.
Dagegen: "Dagegen - treffen sich zwei alte Meister - sagt jeder erste Klang Welt. Saxofone, Klarinetten,
Flöten nähern sich schnellster perkussiver Bewegung. Tänzelnde Beeren treiben Sause. Ein Raumerlebnis und
gemeinsame Sprache, Surman und Favre sind sich auf der Spur, sie schleichen, schenken sich auf der Spur
Abenteuer musikalischen Treppensteigens, Schimoniden über ozeanischem Leben. Klangschichten lichter ringen,
Schlagzeug rapraoukelt, der Schweizer drischt unablässig Mond. Hängt Beckenspeck rauf & runter, spiegelt Lindes"
und hat, soviel haben wir verstanden, weder inspiriert-schimonoides Rüksen auf Zirkusschnäuzchen noch gar albernes
Latzwappern, abdampfend Lichtes, nötig. "Grooves & fraktal Flackerndes, oberhigh" - ganz eben so wie, Zeitschrif
Jazzethik, Du?"
(Schahla-haps Titanic)
"Fesselnd ab dem ersten Ton! Unglaublich emotional agiert die Band, versenkt sich bis an die Grenze zur Ekstase in die
Musik, jongliert mit kunstvollen Linien voll brodelnder Unruhe ebenso wie mit elegant phrasierten Figuren und fordert
mit angerissenen Zitaten aus der Jazzgeschichte traditionelle Hörgewohnheiten herraus. Ein treibender transparenter
Sound, mal rhythmusbetont, mal melodiös, fesslt ab dem ersten Ton. Punktgenaue Akzente und lupenreine Intonation
machten das Konzert der hoffnungsvollen Jungstars zu einem echten Erlebnis. Die vor kurzem aufgenommene erste CD
findet hoffentlich bald eine Fortsetzung." (Münchener Merkur feb. 04)
"Ihr Name ist Olaf Ton. Ein Quintett, das mit viel Spaß das ursprüngliche Gefühl des Jazz aus seiner wilden Anfangszeit
zum Besten gibt."
(ostsee-zeitung 09.08.´04)
"Mit Saxophon, Trompete, Klarinette und Posaune werkelten die jungen Burschen akustisch abwegige Genusshäppchen
zu funktionierenden Songeinheiten zusammen." (Freies Wort 26.11.´04)
"OLAF TON, die fünf jungen Männer in Sporttrikots, knien sich wieder bis zur körperlichen Erschöpfung in ihre
akustischen Instrumente und ernten dafür wilden Applaus, begeistertes Pfeifen und Bravorufe." (Hofer Anzeiger o4.12.´04)
„Schräg, überblasen ist auch bei ihnen so manches: Auf eine betrunkene Walzer-Einlage folgt schon mal ein sportives Sax-Solo inklusive 100-Meter-Sprint-Basslauf. Und nehmen sie das Tempo wieder raus, spielt der Drummer zum sich ausbreitenden Bläserchaos einen verrückten Holper-Rhythmus.“ (Frankfurter Rundschau)
„Das "geordnete Chaos" wird zum Prinzip, die Klangformung ausgelotet. Das Publikum fühlte sich auf diesem musikalischen Abenteuerspielplatz sichtlich wohl.“
(Rhein-Main presse 24.04.05)
In Berlin begann im Jahr 2000 die Band mit dem für die Jazz-Szene ungewöhnlichen Namen OLAF TON Schabernack mit der Jazz-Geschichte zu treiben.
Doch ist dieses Klavierlose Quintett um den Saxofonisten und Klarinettisten Benjamin Weidekamp weit davon entfernt, noch eine weitere, unnötige Fußnote zum durch die Medien geisternden Spruch vom „Berliner Spaßjazz“ anzuhängen.
Leidenschaftlich geht die Fünferbande auf ihrer CD „... und das dunkle Vermächtnis der goldenen Kuh“ ans Werk, zertrümmert mit jugendlicher Unbekümmertheit überkommende Jazzkonventionen und stellt den dogmatischen Vertretern der reinen Heilslehre immer wieder ein Bein.
Großartig und frech.
(Martin Laurentius - Jazzthing Juni 05)
Anderntags auf der Autobahn. Im Bus die junge Berliner Band "Olaf Ton": "Fahrensmann, mach's Radio an, Bundesliga hör'n mit Sabine Töpperwien!" In Eberswalde ist dann auch Bundeligastimmung - das Wald-Solar-Heim pickepacke ausverkauft! "Olaf Ton", Durchschnittsalter 30, gewandet in disparate Fußball-Leibchen, stürmt die Bühne wie der FSV Mainz 05: ungestüm, kraftvoll, gewitzt. Ihre Titel tragen Namen wie "Olaf Ton und das dunkle Vermächtnis der goldenen Kuh" und so überdreht klingen sie auch. Es wird wohl das ewige Geheimnis der Berliner Musikhochschule "Hanns Eisler" bleiben, wie man dort Hauttyp I und brasilianisches Temperament zusammenfügt. "Furios" ist das passende Attribut für dieses Konzert. Wald-Solar-Heim-Chef Simon, diesmal hinterm Tresen zugange, kann nun gewiß sein, daß die Statik seines Hauses in Ordnung ist. Die abwesende Sparkasse Barnim verpaßt leider, wie kleiner Einsatz hier hohe künstlerische Rendite einfährt.
(Thomas Melzer)
Olaf Ton, dieses quirlige Berliner Quintett, lässt aufhorchen mit seinem Spielwiesenkonzept für Experimente und musikalische Abenteuereien. Doch wenn schon Olaf Ton, denn schon "Olaf Thon"... Man wird sich erinnern: Thon galt mal als eines der hoffnungsvollsten Talente des bundesdeutschen Fußballs, einer der Marke superfiligran, wie sie hierzulande eben nicht auf Bäumen wachsen.
Auch Thons Verbalergüsse gehörten in die Topliga. "Wir lassen uns nicht nervös machen, und das geben wir auch nicht zu!" (O-Thon) Nur nicht nervös werden bei dieser Musik. Da wird geblasen, getrötet und geklopft, dass einem das Herz schneller und höher schlägt. Nein, diesen Jungs ist das Dings nicht in die Hosentasche gerutscht. In einer Welt voller Irrsinn bewahren sich die Mannen um den Saxofonisten und Hauptkomponisten der Band, Benjamin Weidekamp, einen coolen Sinn für Witz und Humor. Mit viel Esprit wird heftig gegroovt, meist über ungerade Metren. Da geht's schon mal auch ruppig zu, angriffslustig mit viel Verve. Logisch, intelligent gestaltet sind die Arrangements, die dem aus drei Bläsern, Bass und Schlagzeug bestehendem Ensemble einen Rahmen schaffen, sich ganz dem dunklen Vermächtnis der goldenen Kuh zu widmen. Und da hat der Thon recht, wenn er sagt: "Ja gut, ich sag mal so: Woran hat´s gelegen? Das ist natürlich die Frage und ich sag einfach mal: Das fragt man sich nachher natürlich immer!"
Herbert Federsel (Jazzdimensions)